Übersicht
Der Microsoft Exchange Server ist der Groupware- und Messaging-Server von Microsoft. Der Exchange Server ist dabei nicht auf reine E-Mails beschränkt, sondern kann unter anderem mit Kontakten, Kalendern, Notizen, Dokumenten usw. umgehen. Durch die Unified Messaging Initiative von Microsoft wurde die aktuelle Version Exchange 2007 um Unified Messaging Funktionen ergänzt, um neben den nachwievor vorhandenen klassichen Funktionen nun auch nativ z. B. Voice-Mails und Fax-Funktionen anzubieten.
Der Exchange Server ermöglicht Ihnen einen dabei effizienten und komfortablen Zugriff auf alle E-Mails, Kalender, Kontakte, Anlagen, Dokumente, ... .
Historie
Der Exchange Server ist kein neues Produkt, sondern hat bereits eine langjährige Geschichte.
1996 gab es die erste Version des Exchange Servers mit der Version 4.0. Eine Version 1.0 gab es nicht, da der Exchange Server der Nachfolger von MS-Mail 3.x ist. Bis einschließlich zur Version 5.5 nutzte der Exchange Server ein eigenenes LDAP Verzeichnis für das Adressbuch.
Nach der Einführung von Windows 2000 mit dem Active Directory ist Ende 2000 dann der Exchange Server 2000 veröffentlicht worden. Exchange 2000 integriert sich nahtlos in den neuen Windows 2000 Server und dem damit einhergehenden Active Directory. Es gibt kein eigenes LDAP Verzeichnis mehr für das Adressbuch, dazu wird direkt das Active Directory genutzt. Exchange 2000 konnte dem entsprechend auch nicht mehr unter Windows NT 4 Servern installiert werden. Durch diesen notwendigen Wechsel ist eine Migration von Exchange 5.5 und älter auf Exchnage 2000 und neuer, auch immer mit der Einführung von Active Directory verbunden.
Nachfolger von Exchange 2000 ist der Exchange 2003, der an der mit Exchange 2000 eingeführten Infrastruktur nichts entscheidendes änderte. Mit Exchange 2003 sind primär kleine Änderungen und Verbesserungen eingeführt worden. Im laufe der Zeit gab es Funktionserweiterungen durch Service Packs. Z. B. wurde mit dem Exchange Server 2003 Service Pack 2 die sogenannte Direct Push Technologie eingeführt, um mit entsprechenden mobilen Endgeräten (PDA, Handy, ...) E-Mails über eine normale Internetverbindung auf neuestem Stand zu halten.
Die aktuelle Version ist Exchange 2007. Der Exchange 2007 ist das erste Softwareprodukt von Microsoft, das auschließlich in einer x64 Variante verfügbar ist. Es gibt zwar auch eine x86 Version, die allerdings nicht für den Produktivbetrieb freigeben ist und nur in einer Testversion verfügbar ist. Neben dem Architekturwechsel auf x64 wurden diverse Neuerungen und grundsätzlich neue Ansätze z. B. im Bereich der Administration (PowerShell) eingeführt.
Funktionsumfang
Nachfolgend einen Auszug aus dem Funktionsumfang des Exchange Servers.
Basisfunktionen
Exchange bietet folgende Basisfunktionen.
- E-Mails
- Termine / Kalender
- Aufgaben
- Kontakte
- Notizen
- Dokumente
Für den Zugriff auf die Basisfunktionen wird für Windows Rechner Microsoft Outlook benötigt. Für Mac Rechner gibt es die Software Microsoft Entourage. Desweiteren bietet Exchange aber auch den Client-Zugriff per IMAP4 oder POP3.
Direct Push Technologie
Ermöglicht den mobilen und sofortigen Zugriff von Endgeräten wie PDAs und Handys auf E-Mail, Kalender und Kontakte. Änderungen werden dabei sofort vom Server per Internet an das Gerät übertragen. Als Endgeräte kommen alle Windows Mobile 5 und neuer in Betracht. Aber auch eine ganze Reihe von nicht Windows Mobile Geräten, wie z. B. das Nokia E61 können Direct Push direkt nutzen.
Outlook Web Access
Mit Outlook Web Access können Sie per HTTP(S) mit einem Internet Browser, auf das komplette Postfach zugreifen und ganz normal arbeiten. Outlook Web Access kann damit genutzt werden, um über das Internet auf Postfächer zuzugreifen. Outlook Web Access eignet sich aber auch, um von nicht Windows Clients auf den Exchange Server zuzugreifen, wenn der Zugriff per IMAP4 oder POP3 nicht gewünscht ist.
Cluster und Hochverfügbarkeit
Um eine Hochverfügbarkeit des Systems zu realisieren, können mehrere Exchange Server zu einem Cluster zusammengefasst werden. Genutzt wird dazu die in Windows 2003 vorhandene Cluster Shared Storage Cluster Funktionalität.
Exchange 2007 erweitert die Cluster und Hochverfügbarkeitsfunktionen noch mit der Möglichkeit über Transaction Logs änderungen der einen Datenbank an ein anderes System zu übertragen.
Unified Messaging
Exchange 2007 ergänzt den Funktionsumfang um Unified Messaging Funktionalitäten. Die Anbindung der klassischen Telefonie erfolgt dabei über das moderne SIP Protokoll. Durch die Anbindung ist es z. B. möglich sein Postfach anzurufen und sich z. B. neue E-Mails oder anstehende Termine vorlesen zu lassen.
Anti-Spam
Im Exchange Server sind mehrere Anti-Spam Technologien integriert, die eine zuverlässige Filterung von unerwünschten E-Mails ermöglicht.
Was können wir für Sie tun?
BMS bietet bereits seit der ersten Exchange Version 4.0 Lösungen im Zusammenhang mit Exchange an. Wir unterstützen Sie gerne bei den Themen:
- Konzeption und Installation.
- Datenmigration von älternen Exchange Versionen auf die aktuellste Version.
- Datenmigration von Third-Party Produkten (Groupwise, Lotus Notes, ...) auf Microsoft Exchange.
- Wartung.
- Entwicklung.
- Dokumentation.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie mehr über den Exchange Server und dessen Funktionsumfang sowie über unser Leistungsportfolio erhalten möchten.